Schweiz bei Hochbreitband-Abdeckung europaweit weiterhin führend

Die Schweiz liegt betreffend Hochbreitband-Abdeckung europaweit in den Top Drei. Die Spitzenposition ist eine Folge des starken Infrastrukturwettbewerbs und der daraus resultierenden hohen Investitionen in die Schweizer Breitbandinfra-struktur. Dies zeigt die Studie «Broadband Coverage in Europe 2018» der EU-Kommis-sion, welche anlässlich der Vorstandssitzung von Glasfasernetz Schweiz vorgestellt wurde. Glasfasernetz Schweiz tagte erstmals unter der Leitung der neuen Präsidentin Edith Graf-Litscher.

Im Bereich der Hochbreitbandabdeckung ist die Schweiz im europäischen Vergleich weiterhin führend. Diese Feststellung geht aus der vergleichenden Studie «Broadband Coverage in Europe 2018» hervor, die jährlich im Auftrag der EU-Kommission und Glasfasernetz Schweiz erstellt wird. Die Schweizer Werte liegen über alle Technologien (Glasfaser, Kabel, Mobilfunk) hinweg über dem EU-Durchschnitt.

Bei den Hochbreitband-Anschlüssen mit einer Leistung von über 100 Mbits/s liegt die Schweiz mit über 98.0 % auf Platz drei hinter dem dichtbesiedelten Malta und den Niederlanden (vgl. nachfolgende Grafik). Auch in punkto Glasfaserabdeckung (Fibre-to-the Home FTTH) fungiert die Schweiz mit 30.3 % erschlossenen Haushalten über dem EU-Durchschnitt (29.6 %).

Hohe Bandbreiten – auch im ländlichen Gebiet
Unverändert erreicht die Schweiz im internationalen Benchmark auch einen Spitzenwert in der NGA-Abdeckung (dem sogenannten Next Generation Access mit Abdeckung von mind. 30 Mbit/s). Mit 99.0 % lässt die Schweiz fast alle europäischen Länder hinter sich (Durchschnitt 83.1 %). Die NGA-Abdeckung in ländlichen Gebieten (Dichte: <100 Einwohner/km2) beträgt in der Schweiz 93.9 % und ist so deutlich höher als der EU-Durchschnitt (52.3 %, vgl. nachfolgende Grafik).

Infrastrukturwettbewerb sichert Spitzenposition
Die Spitzenposition ist eine Folge des starken Infrastrukturwettbewerbs und der daraus resultierenden hohen Investitionen in die Schweizer Hochbreitbandinfrastruktur. Auch Alessandro Gropelli, Director of Strategy and Communications European Telecommunications Network Operators’ Association und Referent an der Vorstandssitzung von Glasfasernetz Schweiz, unterstreicht die Wichtigkeit dieser Investitionen: «Die Schweiz ist im europäischen Vergleich sehr gut positioniert. Sie sollte den eingeschlagenen Weg fortsetzen und so sicherstellen, dass die Regulierung auch weiterhin Investitionen begünstigt.» Er fügt weiter an, dass «mit der fortschreitenden Entwicklung und Konvergenz der mobilen Kommunikation eine gut entwickelte Festnetzinfrastruktur immer wichtiger wird, um die Führungsrolle in digitalen Netzen zu behaupten».

Nationalrätin Edith Graf-Litscher (SP/TG), seit 2019 Präsidentin von Glasfasernetz Schweiz, freut sich über den Beitrag der Mitglieder von Glasfasernetz Schweiz zum erfolgreichen Ausbau der Hochbreitbandinfrastruktur in der Schweiz. «Gut ausgebaute Telekommunikationsnetze gehören heute absolut zur Basisinfrastruktur. Sie sind für die Standortattraktivität sowie die Entwicklung von städtischen und ländlichen Gemeinden unabdingbar. Wir benötigen – wie im revidierten Fernmeldegesetz vorgesehen – weiterhin substanzielle Investitionen in die Festnetzinfrastruktur», so Graf-Litscher.

Studie Broadband Coverage in Switzerland 2018

Grafik Speed coverage by country / Coverage by technology

 

 

Kontakt / Rückfragen

Edith Graf-Litscher, Präsidentin Glasfasernetz Schweiz

+41 79 347 08 93 / edith.graf-litscher@parl.ch

 

Lorenz Jaggi, Geschäftsführer Glasfasernetz Schweiz

+41 78 635 69 18 / lorenz.jaggi@glasfasernetz-schweiz.ch

Medienmitteilung Studie Broadband Coverage in Europe 2018 (Englisch)
  • Thomas Hurter
    Vize-Präsident Glasfasernetz Schweiz, Nationalrat SVP
    Thomas Hurter

    Wichtig ist, dass möglichst viele Menschen in der Schweiz Zugang zu schnellem Internet und multimedialen Diensten haben, egal ob sie in der Stadt oder auf dem Land wohnen.