20.12.2011

Vergleichsanalyse zeigt die Gefahren einer Regulierung auf Vorrat

Bern, 20. Dezember 2011 – Der Ausbau des Glasfasernetzes der Schweiz geht voran. Bereits haben die Mitglieder von Glasfasernetz Schweiz 10% aller 3.9 Millionen Wohneinheiten in der Schweiz angeschlossen. Damit ist die Schweizer Volkswirtschaft auf guten Wegen, wie die heute an der konstituierenden Vorstandssitzung präsentierte Vergleichsanalyse «Investition und Regulierung bei schnellen Internetzugängen» zeigt, auch dank des heutigen Schweizer Regulierungssystems.

Die ICT-Branche Schweiz, die Elektrizitätsversorgungs-unternehmen und die Swisscom haben Ende September 2011 die Interessensplattform «Glasfasernetz Schweiz» gegründet. Sie setzen sich damit zum Ziel, die Interessen zugunsten des raschen und volkswirtschaftlich koordinierten Auf- und Ausbaus der Glasfaserinfrastruktur zu bündeln. Das Glasfasernetz ist als «Datenautobahn der Zukunft» ein wichtiges Rückgrat für die ICT-Branche und die gesamte Wirtschaft. Die Mitglieder von «Glasfasernetz Schweiz» haben bis anhin über 10% aller 3.9 Millionen Wohneinheiten (sogenannte «homes passed») angeschlossen.

Heute hat sich der Vorstand in Bern zur konstituierenden Sitzung getroffen: Ständerat Dr. Peter Bieri (CVP/ZG) übernimmt das Präsidium, ICT-Präsident und Nationalrat Ruedi Noser (FDP/ZH) das Vizepräsidium. Weiter sind im Vorstand vertreten: Fredy Brunner, Stadtrat FDP (Stadt St.Gallen) und Vorsteher sgsw (St.Galler Stadtwerke); Peter Messmann, Leiter Telekom ewz (Zürich); Nationalrat Martin Landolt (BDP/GL); Carsten Schloter, CEO Swisscom und Franz Stampfli, Präsident openaxs und Präsident ewb (Energie Wasser Bern).

Vergleichsanalyse zeigt: Regulierung auf Vorrat ist nicht zielführend

Anlässlich der Vorstandssitzung wurde die Vergleichsanalyse «Investition und Regulierung bei schnellen Internetzugängen. Ein Vergleich von Deutschland und der Schweiz» präsentiert. Die Vergleichsanalyse wurde in Zusammenarbeit der Justus-Liebig-Universität Gießen mit dem Beratungsinstitut Polynomics erstellt. Die Konsumenten in der Schweiz sind bezüglich Breitbanddurchdringung und Glasfasernetz- Anschlüssen (CH: 10% der Wohneinheiten / DE: 2%) deutlich besser bedient als die Konsumenten in Deutschland.

Die beiden Autoren, Prof. Dr. Georg Götz1 und Patrick Zenhäusern2, kommen zum Schluss, dass die unterschiedlich starke Investitionstätigkeit in Deutschland und der Schweiz auf die unterschiedlichen Regulierungssysteme zurückzuführen sind. Dank des gut funktionierenden Plattformwettbewerbs (Glasfaser, Kabel, DSL) und des Verzichts auf Ex-Ante Regulierungen konnte sich die Schweiz diesen Vorsprung verschaffen. «Glasfasernetz Schweiz» sieht sich durch die Studie in ihrer Ansicht bestätigt, dass eine Regulierung auf Vorrat nicht zielführend ist. Der Präsident Peter Bieri erklärt zusammenfassend: «Wir sind überzeugt, dass mit den bestehenden Rahmenbedingungen ein Netzwettbewerb erreicht wird, in welchem Unternehmen und Privatpersonen in der Schweiz rasch und flächendeckend von einem hochbreitbandigen Anschluss zu gleichen Preisen profitieren können. Dafür setzten wir uns auch im 2012 ein.»

Kontakt / Rückfragen

Dr. Oliver Schnyder, Geschäftsführer «Glasfasernetz Schweiz»
Glasfasernetz Schweiz | Amthausgasse 28 | 3011 Bern
Telefon 031 312 18 47 | Mobile 079 337 46 65 |
Mail: Oliver Schnyder
www.glasfasernetz-schweiz.ch

1 Prof. für Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Industrieökonomie, Wettbewerbspolitik und Regulierung, Justus-Liebig-Universität Gießen (DE)
2 Patrick Zenhäusern leitet den Bereich Verkehr und Kommunikation im Beratungsinstitut Polynomics (CH)

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Gerade in den Berg- und Randgebieten des Tessins sind Wirtschaft und Bevölkerung auf eine gute Einbindung in eine moderne Kommunikationsinfrastruktur angewiesen.
Fabio Regazzi
Nationalrat CVP

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