Glossar

Glasfaser von A–Z

Hier finden Sie kurze Erläuterungen zu den zentralen Stichworten rund um den Glasfaserausbau.

Glossar: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Fachbegriff Bedeutung
A
ADSL Asymmetric Digital Subscriber Line ist die zurzeit häufigste Breitband-Anschlusstechnik. Sie funktioniert über die vorhandene Telefonleitung, ohne die Telefonie zu beeinträchtigen. Asymmetrisch heisst sie, weil die Empfangsdatenrate (Download) höher liegt als die Senderate (Upload).
Akzeptanzwinkel
 
(acceptance angle) Grösstmöglicher Winkel, unter dem das Licht im Bereich des LWL-Kerns auf die Stirnfläche einfallen kann, so dass es noch im LWL-Kern geführt wird.
Anschlussfaser  (pigtail) Kurzes Stück eines Lichtwellenleiters zur Kopplung optischer Bauelemente (z.B. einer Laserdiode) mit einem Stecker. Es ist meistens fest mit dem Bauelement verbunden.
APC  (angled physical contact) Die Stirnfläche des Steckers ist um einen Winkelversatz von 90° zur optischen Achse konvex geschliffen. Der Winkelversatz, Schrägschliffwinkel, beträgt dabei 8° (Standard). Für spezielle Applikationen und Kundenwünsche sind auch andere Schrägschliffwinkel (9°, 10°, 12°) möglich.
ATM (Asynchronous Transfer Mode) ist eine Technik der Datenübertragung, bei der der Datenverkehr in kleine Pakete, Zellen oder Slots genannt, mit fester Länge (53 Byte, davon 48 Byte Daten, 5 Byte Zellkopf) codiert und über asynchrones Zeitmultiplexing übertragen wird. Die Zellen-Technik hat im Vergleich zu Übertragungstechniken mit variabler Paketgröße (zum Beispiel Ethernet) den Vorteil, dass die Zellen durch so genanntes Zell-Relay (ähnlich Frame Relay) effizienter weitergeleitet werden können.
Aufteilungsverhältnis Der prozentuale Anteil an optischer Leistung, welcher an einem Ausgang einer optischen Komponente abgegeben wird, in Bezug auf die gesamte optische Leistung an allen Ausgängen der Komponente.
Ausgleichsmechanismus Die Bauinvestitionen für das Stadtzürcher Glasfasernetz wurden zwischen Swisscom und ewz im Verhältnis 60 zu 40 Prozent aufgeteilt. Sollten die tatsächlichen Marktanteile in einigen Jahren stark von den heute erwarteten abweichen, werden Ausgleichszahlungen an den jeweils anderen Partner fällig, damit die Investitionskosten im richtigen Verhältnis zu der tatsächlichen Nutzung der Infrastruktur stehen.
Aussenkabel  (outdoor cable) Kabel, die von der Konstruktion her so aufgebaut und dimensioniert sind, dass sie allen Anforderungen, wie sie bei Erd- und Röhrenkabelanlagen vorkommen, genügen. Sie haben im Allgemeinen einen PE-Mantel.
B
Backbone Backbone (engl. für Rückgrat) bezeichnet einen verbindenden Kernbereich eines Telekommunikationsnetzes mit sehr hohen Datenübertragungsraten, der meist aus einem Glasfasernetz sowie satellitengestützten Kommunikationselementen besteht.
BAKOM Bundesamt für Kommunikation
Bandbreite Übertragungsgeschwindigkeit der Internetverbindung in Bit pro Sekunde (bit/s).
Bandbreite (Upload/Download) Im Bereich der digitalen Telekommunikation wird unter Bandbreite die Menge an Daten verstanden, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums übertragen werden können. Bei Glasfasernetzen ist diese Datenmenge deutlich höher als bei anderen Technologien. Werden Daten verschickt oder hinaufgeladen spricht man von Upload, werden sie empfangen oder heruntergeladen spricht man von Download.
Baukooperation ewz und Swisscom haben vereinbart, das Stadtzürcher Glasfasernetz gemeinsam zu bauen, damit alle Zürcherinnen und Zürcher bis 2019 ans moderne Breitbandnetz angeschlossen werden können. Dadurch können die Bauemissionen minimiert werden.
Beschichtung  (primary coating) Ist die bei der Herstellung des LWL im direkten Kontakt mit der Manteloberfläche aufgebrachte Schicht. Diese kann auch aus mehreren Schichten bestehen. Dadurch wird die Unversehrtheit der Oberfläche erhalten.
Betriebskosten Laufende Kosten für den Unterhalt und Betrieb des Glasfasernetzes. Diese betragen für ewz rund 20 Mio. Franken pro Jahr.
Betriebswellenlänge Die Wellenlänge oder das Wellenlängenspektrum, auf welche eine passive optische Komponente zum Betrieb optimiert ist.
Bewehrung  (armoring) Schutzelement (meist aus Stahldrähten bzw. -bändern), welches für Kabel mit besonderen Einsatzbedingungen verwendet wird, wie z. B. für See- oder Grubeneinsatz, für Kabel mit Nagetierschutz usw. Es wird über dem Kabelmantel aufgebracht.
bidirektional Datenübertragung ist in beide Richtungen möglich. Synonym: rückkanalfähig
Biege-Radius  (bend radius) Krümmungsradius, um den eine Faser gezogen werden kann, ohne zu brechen.
Biege-Verlust  (bend loss) Zusätzliche Dämpfung, die durch Mikro- oder Makrobiegungen verursacht wird. Ein erhöhter Biegeverlust kann durch Kabelherstellung oder schlechte Kabelführung verursacht werden.
bit/s Maßeinheit für die Datenübertragungsgeschwindigkeit
Bluetooth Funk-Schnittstelle, über die Mobiltelefone, PDAs, Computer, Drucker und andere Peripheriegeräte über kurze Distanz kommunizieren können.
Brechung  (refraction) Richtungsänderung, die ein Strahl (Welle) erfährt, wenn er aus einem Stoff in einen anderen übertritt und die Brechzahlen in den beiden Stoffen verschieden gross sind.
Brechzahl, Brechungsindex  (refractive index, index of refraction) Faktor, um den die Ausbreitungsgeschwindigkeit in dem betreffenden Medium kleiner ist als die Vakuumlichtgeschwindigkeit. Sie ist eine Funktion der Wellenlänge.
Brechzahlprofil  (refractive index profile) Verlauf der Brechzahl über der Querschnittsfläche des LWL-Kerns.
Breitband Oberbegriff für schnelle Internetzugänge wie DSL, Kabelnetz, Mobilfunknetz oder Glasfaser.
Breitband Komponente Optische Breitband Komponenten decken einen grossen Bereich eines bestimmten Wellenlängen-Spektrums ab.
Breitbandkabel Fernsehkabel, mit dem Daten in zwei Richtungen übertragen werden können ("rückkanalfähig"). Neben TV wird damit auch Internet und Telefonie realisiert.
Building Entry Point (BEP) ready Das Glasfaserkabel ist bis ins Gebäude (Hausanschlusskasten) verlegt.
Bündelader  (multifiber loose buffer) Sie besteht aus mehreren LWL mit einer gemeinsamen losen Hülle (Hohlader)
Bündeladerkabel  (unit cable) Kabel, bei dem die Seele aus Bündeln aus verseilten Elementen besteht.
C
Chromatische Dispersion  (chromatic dispersion) Impulsverbreiterung im Lichtwellenleiter, die durch die Wellenlängenabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit hervorgerufen wird. Sie ist die im Monomode-LWL massgebende Dispersionsart und setzt sich aus der Materialdispersion und der Wellenleiterdispersion z
Cloud Computing Immer mehr Unternehmensdaten werden nicht mehr im Unternehmen gespeichert, sondern an externen, dezentralen Standorten. Beim Cloud Computing sind sie so für alle Nutzer bzw. Nutzerinnen bedarfsorientiert und flexibel von überall her über einen schnellen Internetzugang verfügbar. Das gleiche System kann auch von Privaten verwendet werden.
ComCom Eidgenössische Kommunikationskommission
Connector Bestandteil für die trennbare verbindung von zwei Optischen Kabel
Crimpen  (crimp) Herstellen einer mechanischen Verbindung durch das bleibende Verformen einer Hülse um ein LWL-Kabel.
D
Dämpfung, Einfügedämpfung Reduzierung oder Verluste der Signalstärke, welche durch Absorption und Streuung verursacht wird. Wird normalerweise in Dezibel (dB) angegeben.
Dark Fibre Eine Glasfaser, die unbeschaltet verkauft oder vermietet wird. Der Lichtwellenleiter ist dabei zwischen zwei Standorten durchgespleisst. Für die Übertragung und die Übertragungsgeräte ist der Käufer oder Mieter verantwortlich. Er bestimmt auch die Verwendung.
Datenkapazität Menge von Daten, die gespeichert oder (umgangssprachlich) übertragen werden kann.
Datentechnik Der Begriff Datentechnik umfasst neben der Datenverarbeitung alle Technischen Einrichtungen wie Netzwerke, Glasfaserkabel, Rechenzentren etc. die zur elektronischen Datenverarbeitung erforderlich sind.
Datenübertragungsrate Auch Datentransferrate, Datenrate, Verbindungsgeschwindigkeit, Übertragungsgeschwindigkeit und – nicht ganz zutreffend – Kapazität oder Bandbreite genannt. Die digitale Datenmenge, die innerhalb einer Zeiteinheit über einen Kanal übertragen wird.
Dezibel  (Decibel [dB]) Logarithmisches Leistungsverhältnis zweier Signale.
Dienstanbieter Auch Service Provider genannt. Anbieter von Telekommunikations-, Multimedia- und Internetdienstleistungen. Diese werden einzeln oder gebündelt angeboten – meist in Form eines Abonnements.
Diodenlaser Unter einem Diodenlaser versteht man einen aus einer oder mehreren Laserdioden bestehenden, mit elektrischem Strom gepumpten Halbleiterlaser. In einfachster Form besteht ein Diodenlaser aus nur einer Laserdiode, ggf. mit Kollimations- und Fokussieroptik und wird z.B. in Laserpointern, für die optische Datenübertragung oder in CD- und DVD-Abtastern bzw. –brennern eingesetzt.
DIP DIP ist die Bezeichnung für einen Fehler, der bei der Herstellung einer Glasfaser im axialen Mittelpunkt aufgetreten ist. Das Brechzahlprofil im Kern einer Gradientenfaser (Multimodefaser) weicht von der Parabelform um die Kernachse ab, die aber ein wesentliches geplantes Merkmal ist. Dadurch entsteht eine Beeinträchtigung des optischen Signals, die für z. B. Gigabit Ethernet eine zusätzliche Begrenzung der Bandbreite und in der Folge eine Verkürzung der möglichen Faserlänge bedeutet.
Direktivität Die Stärke unerwünschter optischen Störsignale, welche an einem Eingang einer Komponente empfangen werden. Wird auch als Nahübersprechen (NEXT) bezeichnet.
Dispersion Als Dispersion bezeichnet man in der Optik die Abhängigkeit der Ausbreitungsgeschwindigkeit von Wellen von ihrer Wellenlänge. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts wird durch die Brechzahl beschrieben. Verwendet man nun Wellenpakete, die gemäß der Fourier-Transformation immer aus mehreren spektralen Komponenten (mehreren Wellenlängen) bestehen, so breiten sich die einzelnen Komponenten des Wellenpaketes unterschiedlich schnell entlang der Glasfaser aus. Das Wellenpaket zerfließt also aufgrund der Dispersion der Gruppengeschwindigkeit (Chromatische Dispersion).
Download Übertragung von Daten von einem Computer in einem Netzwerk oder im Internet zum eigenen Computer.
Downstream ist die Datenübertragung aus dem Internet zum Rechner des Nutzers. Hierüber laufen die "Downloads" ("herunterladen").
Drop Teil des Glasfasernetzes in den Quartieren, Netzbau von der Transformationsstation bis zu den einzelnen Gebäuden.
DSL "Digital Subscriber Line", auf deutsch "Digitale Anschlussleitung": über vorhandene Kupferleitungen des Telefonanschlusses können Daten übertragen werden.
DSLAM "Digital Subscriber Line Access Multiplexer" ist Teil der DSL-Infrastruktur: Das DSL-Modem des Endkunden nimmt mit dem DSLAM Kontakt auf und stellt die Internetverbindung her.
E
EDV Die Abkürzung EDV steht für Elektronische Datenverarbeitung und ist der Sammelbegriff für die elektronische Erfassung und Bearbeitung von Daten. Mittlerweile ist die EDV und somit der Computer kaum mehr wegzudenken und keine grössere Firma kommt heute ohne Rechenzentrum mit der dazugehörigen IT-Infrastruktur mehr aus.
EFM (Ethernet in the First Mile) Ethernet-Technologie für das Access Netzwerk. IEEE Standard 802.3ah.
Eigendämpfung Dämpfung oder Verlust der optischen Komponente selber, ohne Berücksichtigung anderer Dämpfungsursachen der Komponente.
Eigenwirtschaftlichkeit Eigenwirtschaftlichkeit ist dann gegeben, wenn die Kosten durch die Einnahmen gedeckt werden. ewz.zürinet wird voraussichtlich in 15 Jahren die Gewinnschwelle erreichen.
Einfügedämpfung (IL) (insertion loss) Dämpfung, die durch Einfügen eines optischen Bauelements in eine optische Übertragungsstrecke verursacht wird (z. B. durch Stecker [Steckverbindung] oder Koppler).
Einfügemethode  (insertion loss technique) Methode zur Dämpfungsmessung, bei der das Messobjekt in eine Referenzstrecke eingefügt wird.
Einmoden-LWL  (monomode optical wave guide, single-mode fiber) LWL, bei dem bei der Betriebswellenlänge nur ein einziger Modus, der Grundmodus, ausbreitungsfähig ist.
E-Learning Alle Formen des Lernens, bei denen elektronische oder digitale Medien für die Präsentation und Distribution von Lernmaterialien sowie zur Unterstützung der Kommunikation zum Einsatz kommen.
Elektromagnetische Welle  (electromagnetic wave) Periodische Zustandsänderungen des elektromagnetischen Feldes, die sich mit Lichtgeschwindigkeit wellenförmig ausbreiten. Im Bereich optischer Frequenzen werden sie Lichtwellen genannt.
Endkunden/Endkundinnen Die Endkunden/Endkundinnen sind die Nutzenden von Services wie TV, Internet oder Telefonie auf dem Glasfasernetz, die er bzw. sie bei einem Service Provider bezieht.
Endkundengerät In der Wohnung oder den Geschäftsräumen der Endkunden bzw. Endkundinnen wird ein Gerät installiert, welches die für die Services der verschiedenen Anbieter benötigten Anschlüsse (RJ45-Schnittstelle) aufweist. Im Endkundengerät werden die Lichtimpulse aus dem Glasfasernetz in elektrische Impulse umgesetzt.
Erschliessungsgebiete Da ewz und Swisscom das Zürcher Glasfasernetz gemeinsam bauen, erschliesst jeder Partner gewisse Teile der Stadt. Swisscom konzentriert sich auf Gebiete Limmat, Albisrieden, Hirslanden und Enge. ewz baut in den übrigen Quartieren.
Ethernet Ethernet ist eine kabelgebundene Datennetztechnologie mit einer Übertragungsrate von 10Mb/s für lokale Datennetze (LANs). Es umfasst Festlegungen für Kabeltypen und Stecker, beschreibt die Signalisierung für die Bitübertragungsschicht und legt Paketformate und Protokolle fest.
Ethernet RJ45-Schnittstelle RJ-Steckverbindungen sind genormte Steckverbindungen für Telekommunikationsverkabelungen. Die Standards beschreiben die Bauformen von Steckern und Buchsen sowie deren Kontaktbelegungen und werden mit den Buchstaben RJ in Verbindung mit einer Zahl bezeichnet, wobei die Buchstaben RJ für Registered Jack (genormte Buchse) stehen.
E-Working Alle Formen der Arbeit, bei denen elektronische oder digitale Medien in der Kommunikation zum Einsatz kommen.
F
Faser  (fiber) Aus dem englischen Sprachraum übernommene Bezeichnung für den runden Lichtwellenleiter.
Faserhülle  (fiber buffer) Besteht aus einem oder mehreren Materialien, die als Schutz der Einzelfaser vor Beschädigung verwendet werden und für mechanische Isolierung und/oder mechanischen Schutz sorgen.
Faserlaser Ein Faserlaser ist eine spezielle Form des Festkörperlasers. Der dotierte Kern einer Glasfaser bildet bei einem Faserlaser das aktive Medium. Es handelt sich also um einen Glaslaser mit Lichtwellenleiter-Eigenschaften. Das Laserlicht, welches durch die Faser geleitet wird, erfährt aufgrund der großen Länge eine sehr hohe Verstärkung. Faserlaser werden optisch gepumpt, im allgemeinen, indem parallel zum Faserkern oder in diesen Strahlung von Diodenlasern eingekoppelt wird. Zu diesem Zweck werden in modernen Systemen Doppelmantelfasern (engl.: double clad fibers) eingesetzt.
Fast Ethernet Ethernet Datennetztechnologie mit einer Datenübertragungsrate von 100Mb/s.
Feeder Innerhalb eines Stromnetzes ist der Feeder die Stromleitung von einer Unterstation zur Transformationsstation. Diese Rohrleitungen werden auch für das von ewz gebaute Glasfasernetz gebraucht.
Feinverteilung Auch In-Flat-Erschliessung genannt. Die Erschliessung von weiteren Räumlichkeiten innerhalb einer Wohnung oder eines Geschäftsobjekts ab dem Endkunden-Anschlussgerät (CPE). Kann mittels Kabeln oder drahtlos erfolgen.
Feld-Ø, Modenfeld-Ø  (mode field diameter) Parameter zur Kennzeichnung der Lichtverteilung der Grundmode im Monomode-LWL. Ergibt sich aus dem Abfall der Lichtamplitude (Feldstärke) auf den Anteil 1/e seines maximalen Wertes. Der Felddurchmesser ist meist etwas grösser als der Kerndurchmesser des L
Ferrule  (ferrule) Führungsstift bei LWL-Steckverbindern, in denen der Lichtwellenleiter fixiert wird. Materialien, aus denen Ferrulen gefertigt werden, sind korrosionsstabil, abriebfest und lassen sich mit hoher Präzision bearbeiten. Vorrangig kamen in der Vergangenheit Arcap oder Wolframkarbid, heute Zikonoxid-Keramiken zum Einsatz. Kunststoffe haben sich nur für einfache Anwendungen durchgesetzt.
Fiber optics Siehe LWL
FIBER To The Curb (FTTC) Glasfaserkabel bis zum Bürgersteig vor einem Haus
FTTB - Fibre To The Basement  Unter Fibre To The Basement oder Fibre To The Building (FTTB) verstheht man das Verlegen von Glasfaserkabel bis ins Gebäude. Dabei werden Glasfasern beispielsweise bis in die Hauskeller verlegt und die Signale dann über vorhandene Kupferleitungen und VDSL-Technik in die Wohnungen geführt. Dieses entspricht der Stufe der Verzweigungskabel.
FTTH - Fibre To The Home  Unter Fibre To The Home, auch Fibre all the way To The Home (FTTH), versteht man das Verlegen von Lichtwellenleitern direkt bis in die Wohnung des Teilnehmers. Dort wird es dann in elektrische Signale umgewandelt und über gängige Verkabelungen (z. B. LAN, WLAN) weiter verteilt.
FTTH (Fiber to the Home) Als Fiber to the Home (FTTH) bezeichnet man das Verlegen von Glasfasern (Lichtwellenleitern) bis in die Wohnungen oder die Geschäftsräume.
FTTL - Fibre To The Loop  Unter Fibre To The Loop (FTTL) versteht man das Verlegen von Glasfaserkabeln bis zum Teilnehmer. Sie entsprechen daher bereits der sogenannten Netzebene 4.
FTTN - Fibre To The Node  Unter Fibre To The Node (FTTN; auch Fibre To The Neighborhood oder FTTC, Fibre to the Curb; zu deutsch: Verlegung in die Nähe des Teilnehmers) versteht man das Verlegen von Glasfaserkabeln bis zum nächsten Verteiler, dem Kabelverzweiger. Hier werden die sogenannten Hauptkabel von Kupfer auf Glasfaser hochgerüstet bzw. durch Glasfaserkabel ergänzt. Bei den VDSL2-Angeboten der Deutschen Telekom und der Swisscom handelt es sich um solche FTTN.
FttX Fiber to the X – Glasfaser bis zum Punkt X: Oberbegriff für Glasfasernetze bis zum Endkunden. Das „X“ ist lediglich ein Platzhalter. Unterschieden wird zwischen FttC (Fiber to the curb – Glasfaser bis zum Randstein), FttB (Fiber to the building - Glasfaser bis ins Gebäude) und FttH (Fiber to the Home – Glasfaser bis in die Wohnung). Von FttC über FttB bis FttH wird die Länge des Kupferkabels immer weiter minimiert. Damit steigen Bandbreite und Datenübertragungsrate.
Fused Biconical Tapering (FBT) Ein Herstellungsverfahren für optische passive Netzwerkkomponenten. Dieser Prozess besteht aus zwei Fasern, welche durch exaktes Verdrehen und Ziehen miteinander verschmolzen werden; «tapering» (reduzieren).
G
GAN Die Abkürzung GAN bedeutet Global Area Network und darunter versteht man ein Netz das über unbegrenzte geographische Entfernungen mehrere Wide Area Networks verbinden kann. Dies kann zum Beispiel die Vernetzung weltweiter Standorte einer internationalen Firma sein. Oft wird bei einem GAN Satelliten-, Glasfaserübertragung eingesetzt.
GbE Gigabit-Ethernet für Datenübertragung von 1Gb/s (1GbE) oder von 10Gb/s (10GbE). IEEE Standard 802.3z beziehungsweise 802.3ae.
GFK-Element  (GRP-element) Stütz- und Zugelement aus Glasfilamenten (GFK GlasFaser verstärkter Kunststoff, GRP Glass fiber Reinforced Plastic).
Glasfaser Lange, dünne Faser aus Glas. Zur Herstellung von Glasfasern wird geschmolzenes Glas zu dünnen Fäden gezogen. Glasfasern werden in Glasfaserkabeln zur Datenübertragung eingesetzt.
Glasfaserkabel Auch Lichtwellenleiter (LWL) oder Lichtleitkabel (LLK) genannt. Mit Steckverbindungen versehene Leitungen zur Übertragung von Licht. Glasfaserkabel bilden biegsame Verbindungen zur Übertragung optischer Signale.
Glasfasernetz Ein Glasfasernetz ist ein sehr schnelles Netzwerk, dessen Leitungen aus Glasfasern bestehen. Dabei werden die Daten in Form von Lichtimpulsen in Lichtgeschwindigkeit weitergegeben, indem ein Lichtstrahl als Informationsträger dient.
Glasfasersteckdose Endpunkt des Glasfaserkabels in einer Wohnung oder in einem Geschäftsobjekt. Hier wird das Anschlussgerät (CPE) angeschlossen.
Glasfasersteckdose Endpunkt des Glasfaserkabels in einer Wohnung oder Geschäftsräumen. Hier wird das Endkundengerät angeschlossen.
Gleichmässigkeit (Uniformity) Die maximale Differenz der Einfügedämpfung zwischen den unterschiedlichen Anschlüssen einer Komponente innerhalb der Betriebswellenlänge.
GPRS GPRS ("General Packet Radio Service") ist ein Standard zur Datenübertragung im Mobilfunk: Falls UMTS nicht zur Verfügung steht, kann auf das langsame GPRS ausgewichen werden.
Gradientenfaser  (graded index optical waveguide) Ist ein Lichtwellenleiter mit Gradientenprofil.
Gradientenprofil  (graded index profile) Brechzahlprofil eines Lichtwellenleiters, das über der Querschnittsfläche des LWLKerns stetig, meistens parabelförmig, von innen nach aussen abnimmt.
Grenzwellenlänge  (cutoff wavelength) Die kürzeste Wellenlänge, bei der die Grundmode des Lichtwellenleiters als einzige ausbreitungsfähig ist. Um den Einmodenbetrieb zu erzielen, muss die Grenzwellenlänge kleiner sein, als die Wellenlänge des zu übertragenden Lichts.
Grundmode  (fundamental mode) Die Mode niedrigster Ordnung in einem Lichtwellenleiter mit annähernd gaussförmiger Feldverteilung.
Gruppenbrechzahl  (group index) Faktor, um den die Ausbreitungsgeschwindigkeit einer Wellengruppe (Gruppengeschwindigkeit) beispielsweise eines Lichtimpulses kleiner ist als die Vakuumlichtgeschwindigkeit.
Gruppengeschwindigkeit  (group velocity) Ausbreitungsgeschwindigkeit einer Wellengruppe, beispielsweise eines Lichtimpulses, die sich aus einzelnen Wellen unterschiedlicher Wellenlängen zusammensetzt.
GSM GSM ("Global System for Mobile Communications") ist ein Standard für volldigitale Mobilfunknetze: UMTS und HSDPA basieren darauf.
H
Hauptverteiler Der Hauptverteiler ist die zentrale Stelle im Ortsnetz: über die Kabelverzweiger ist er mit dem Endkunden verbunden. Die Entfernung vom Hauptverteiler und die Kupferleitungsqualität dazwischen entscheiden, welche DSL-Bandbreite beim Endkunden ankommt.
Hausanschlusskasten (HAK) Ein von den Sankt Galler Stadtwerken installierter Kasten, mit dem ein Haus an das St.Galler Glasfasernetz angeschlossen ist und der sich in grösseren Gebäuden im Hausanschlussraum befindet. Er ist die Übergabestelle vom Netz zum Anschlussgerät (CPE).
Hausanschlussvertrag Vertrag, den die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer mit ewz abschliessen, in denjenigen Gebieten, wo ewz das Glasfasernetz baut und betreibt. Der Hausanschlussvertrag umfasst die Gebäude-Erschliessung in Form einer Glasfaseranschlussleitung bis zum Gebäude sowie die Steigzonen-Erschliessung in Form einer glasfaserbasierten Gebäudeverkabelung im Gebäude selbst. Die Dienste der Service Provider, welche über den Glasfasernetzanschluss erbracht werden, sind nicht Teil dieses Vertrags. Die Kunden bzw. Kundinnen beziehen diese direkt beim Service Provider ihrer Wahl.
HCS Harte plattierte Silikonfaser mit einem Kern aus Quarzglases und einer Plastik Umhüllung.
HCS-LWL  (Hard-Polymer-Cladded-Silica fiber) Lichtwellenleiter mit einem Siliziumkern und einem harten polymeren Plastemantel, der eng mit dem Kern verbunden ist.
HDTV High Definition Television (Hochauflösendes Fernsehen) ist ein Sammelbegriff, der eine Reihe von Fernsehnormen bezeichnet, die sich gegenüber dem herkömmlichen Fernsehen durch eine wesentlich höhere Bildauflösung auszeichnen.
Hohlader  (single fiber loose buffer) Sie besteht aus einem LWL und einer lose umgebenden Hülle.
Hohlader gefüllt  (filled single fiber loose buffer) Hohlader, bei der der Zwischenraum von LWL und Hülle mit einer leicht thixotropen Masse gefüllt ist.
homes connected Das Glasfasernetz führt bis in die Wohnung oder die Geschäftsräume zur Glasfasersteckdose (optical telecommunications outlet, OTO ready).
homes passed Das Glasfasernetz ist bis unmittelbar vor das Gebäude oder bis zum BEP (building entry point) verlegt.
HRL, hohe Rückflussdämpfung  (high return loss) In jedem Steckverbinder, hier an der Stirnfläche, werden Lichtanteile, kommend vom Sender, wieder zurück reflektiert. Um diese reflektierten Anteile zu reduzieren wird die Steckerstirnfläche schräg geschliffen (APC).
HSDPA "High Speed Downlink Packet Access" (HSDPA) ist ein verbessertes UMTS-übertragungsverfahren, mit dem Datenraten von mehreren Mbit/s möglich sind.
Hybrid adapter Adapter mit zwei verbindungen mit unterschiedlichen verbindungstypen.
Hybrid cable Kabel mit verschiedenen übermittlungslinien wie Optical Leiter, Kupfer Leiter oder RF Leiter
Hybridlösung Breitband-Versorgung unter Einsatz verschiedener Technologien. Z. B. Richtfunk-Anbindung eines Ortes und kabelgebundene Anbindung der Endkunden.
I
IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) ist ein weltweiter Berufsverband von Ingenieuren aus den Bereichen Elektrotechnik und Informatik. Es ist Veranstalter von Fachtagungen, Herausgeber diverser Fachzeitschriften und bildet Gremien für die Normung von Techniken, Hardware und Software.
In-Flat-Erschliessung Auch Feinverteilung genannt. Die Erschliessung von weiteren Räumlichkeiten innerhalb einer Wohnung oder eines Geschäftsobjekts ab dem Endkunden-Anschlussgerät (CPE). Kann mittels Kabeln oder drahtlos erfolgen.
Informatik Informatik ist die Wissenschaft der Systematischen Verarbeitung von Informationen insbesondere der automatischen Verarbeitung mit Hilfe von Rechenanlagen. Entwickelt hat sich die Informatik aus der Mathematik heraus, während die Entwicklung der ersten Rechenanlagen in der Elektrotechnik und Nachrichtentechnik gemacht wurden.
Information Engineering Ist die zusammenfassende Bezeichnung für die Methodik des Informationsmanagements und stellt ein zentraler Begriff der Wirtschaftsinformatik dar. Man versteht darunter die Anwendung formaler Methoden für die Planung (planning), die Analyse (analysis), den Entwurf (design) und die Realisierung (construction) von Informationssystemen auf unternehmensweiter Basis oder in wesentlichen Unternehmensbereichen.
Information und Kommunikation Unter Kommunikation versteht man den Austausch von Informationen. Information und Kommunikation (IuK) ist ein zusammenfassender Begriff für die menschlichen Fähigkeiten der Informationsverarbeitung und Kommunikation. In der technischen Form als Informations- und Kommunikationstechnologien bezeichnet, wird das Begriffspaar häufig auch unter der Abkürzung IKT verwendet.
Inhouse Der Ausbau innerhalb der Gebäude, vom Hausanschlusskasten im Keller bis zur Glasfasersteckdose in der Wohnung oder den Geschäftsräumen.
Innenkabel  (indoor cable) Kabel für die verschiedensten Anwendungen innerhalb von Gebäuden. Sie sind für Aussenverlegungen nicht zugelassen.
Interkonnektion Interkonnektion bezeichnet die Zusammenschaltung mehrerer unabhängiger Netzwerke. Beim Glasfasernetz ist damit der Anschluss des Glasfasernetzes an andere Telekommunikationsnetze gemeint.
Investitionskostenbeiträge ewz und Swisscom bauen das Glasfasernetz in der Stadt Zürich gemeinsam. Um bestehende Rohr- und Kabelanlagen optimal zu nutzen, baut jeder Partner dort, wo er dies am besten tun kann. So baut ewz 75% und Swisscom 25% des Netzes. Sie gewähren sich gegenseitig unentziehbare Nutzungsrechte für den jeweils anderen Teil. Die Investitionskosten für den Bau werden deshalb basierend auf den angenommenen künftigen Netznutzungsanteilen aufgeteilt. ewz bezahlt Swisscom deshalb 44 Mio. Franken an Investitionskostenbeiträgen, Swisscom umgekehrt ewz 158 Mio. Franken.
IP Das Internet Protocol (IP) ist ein in Computernetzen weit verbreitetes Netzwerkprotokoll. Es ist die Implementierung der Internetschicht des TCP/IP-Modells bzw. der Vermittlungsschicht (Network Layer) des OSI-Modells.
IPTV IPTV bezeichnet Fernsehen, das über das sogenannte Internet Protocol übertragen wird. Es kann über eine Set-top-Box auf dem herkömmlichen Fernsehgerät oder sonst über Geräte mit Internetanschluss geschaut werden.
IRU (Indefeasible Right of Use) Als IRU werden die unentziehbaren Nutzungsrechte bezeichnet, die ewz auf dem von Swisscom gebauten Teil des Glasfasernetzes hat. Umgekehrt hat Swisscom die gleichen Rechte auf dem Teil, den ewz baut.
ISDNMit ISDN ("Integrated Services Digital Network") kann auf zwei Leitungen telefoniert oder gesurft werden. Maximale Geschwindigkeit: 128 kbit/s
Isolation Die Stärke unerwünschter optischen Störsignale, welche an einem Ausgang einer Komponente empfangen werden. Wird auch als Fernübersprechen (FEXT) bezeichnet.
IT Die Abkürzung IT steht für Informationstechnologie und ist ein Oberbegriff für die Informations- und Datenverarbeitung sowie die dafür benötigte Hard- und Software. Die Entwicklungen der IT haben in den letzten Jahrzehnten viele Lebensbereiche verändert. So kommt heute kaum noch ein grösseres Unternehmen ohne Computer, Rechenzentrum und dem dazugehörigen Netzwerk aus. Heute unterscheidet man in die IT in die vier Teilgebiete Kommunikations-IT, Unterhaltungs-IT, Business-IT und Industrielle IT.
J
Jelly Jelly ist ein Kunststoff aus PVC, der mit bis zu 30 % Phthalaten, also Weichmachern, angereichert wurde (Weich-PVC).
K
Kabeladapter Ein Kabeladapter in der Technik von Computernetzwerken ist ein Verbindungsstück zwischen dem Zuleitungskabel eines Gerätes und dem Netzwerkübertragungsmedium.
Kabelnetz Ein Kabelnetz ist ein aus mehreren elektrischen Leitungen (Koaxialkabeln) zusammengefügtes Netzwerk. Dieses wird in der Schweiz vor allem von Kabelnetzanbietern wie der Cablecom benutzt. Im Vergleich zum Glasfasernetz weist es geringere Übertragungskapazitäten auf.
Kabelseele  (cable core) Gesamtheit der im Kabel vorhandenen Verseilelemente, Stütz-, Zug- und Blindelemente sowie die über all diesen Elementen liegende Bewicklung.
Kern  (core) Zentraler Bereich eines Lichtwellenleiters, der zur Wellenführung dient. Kerndurchmesser (core diameter) Durchmesser des kleinsten Kreises, der die Fläche des Kernquerschnitts umschliesst. Kernradius ist der Radius dieses Kreises.
Kernglas  (core glass) Material des Kerns aus Glas mit (gegenüber dem Mantelglas) erhöhter Brechzahl.
Koaxialkabel Das Koaxialkabel ist ein Medium für die Übertragung von Daten, bei dem die Daten mittels elektromagnetischer Wellen über zwei ineinander liegende (koaxial angeordnete) Kupferleiter übertragen werden. Diese Technologie wird bei Kabelnetzen verwendet.
Kommunikationstechnologie Ist der zusammenfassende Begriff für Technologien zur technisch gestützten Kommunikation. Teilweise werden auch Kommunikationsnetze der Kommunikationstechnologie zugerechnet. Aufgrund der fließenden Abgrenzung der verschiedenen Techniken untereinander sowie zur Informationstechnik werden sie oft zusammengefasst unter den Oberbegriffen IuK-Technologie oder IKT.
Kompaktader  (composite buffered fiber) Kombination aus Hohlader und Vollader. Der Hohlraum zwischen LWL und Umhüllung wird auf sehr geringen Freiraum verringert und mit einer Gleitschicht gefüllt.
Konfektionierung  (termination) Das "Besteckern" der Faser mit einem Verbinder, so dass eine lösbare Verbindung entsteht. Die Faser wird in den Verbinder geklebt und poliert.
Koppler Eine bidirektionale Komponente mit drei oder mehr Anschlüssen, welche die Signale von zwei oder mehr Eingängen auf einen Ausgang kombiniert. Wird auch als Splitter bezeichnet.
Kupfernetz Das Kupfernetz dient als Übertragungsmedium für analoge oder digitale Signale in der Kommunikationstechnik, zum Beispiel in der Telefonie. Diese Technologie wird beim traditionellen Swisscom-Festnetz oder bei ADSL benutzt. Im Vergleich zu anderen Technologien weist es deutlich geringere Übertragungskapazitäten auf.
L
LAN  (Local Area Network) Ein lokales Netz für bitserielle Übertragung, das voneinander abhängige Rechner und Peripheriegeräte verbinden kann. Es erstreckt sich nur über geringe Entfernungen.
Layer 1 Passivnetz; das Glasfasernetz als reine Infrastruktur bestehend aus Rohrleitungen und Glasfasern.
Layer 2 Aktivnetz; das Glasfasernetz ist ausgerüstet mit diversen Komponenten, die es nutzbar machen. Darauf können Services wie TV, Internet oder Telefonie angeboten werden.
Layer 3 Services wie TV, Internet oder Telefonie, die über das Glasfasernetz bezogen werden können.
LED Eine Leuchtdiode (auch Lumineszenz-Diode, kurz LED für Light Emitting Diode bzw. lichtemittierende Diode) ist ein elektronisches Halbleiter-Bauelement. Fließt durch die Diode Strom in Durchlassrichtung, so strahlt sie Licht, Infrarotstrahlung oder auch Ultraviolettstrahlung mit einer vom Halbleitermaterial abhängigen Wellenlänge ab.
Leistungsauftrag Von einer Behörde oder Institution erteilter Auftrag, bestimmte Dienstleistungen zu erbringen. So hat ewz vom Zürcher Stadtrat den Auftrag, das Glasfasernetz zu bauen.
Leitungsanschlussvertrag Vertrag, den eine Hauseigentümerin oder ein Hauseigentümer mit den Sankt Galler Stadtwerken eingeht. Basierend auf diesem Vertrag wird eine Liegenschaft kostenlos an das St.Galler Glasfasernetz angeschlossen.
Letzte Meile Als Letzte Meile bezeichnet man bei Telekommunikationsnetzen den letzten Abschnitt der Leitung, die zum Hausanschluss bzw. zum Haushalt führt. Die Letzte Meile stellt in herkömmlichen Netzen den Engpass dar, weil die Kupferleitungen auf der Letzten Meile zu wenig leistungsfähig sind. Bei FTTH werden die Glasfasern bis in die Wohnungen gezogen, womit die Übertragungskapazitäten durchgehend gleich hoch sind.
Lichtleiter Ein Lichtleiter ist eine Faser aus einem transparenten, lichtdurchlässigen Material, meist Glas (Glasfaser) oder Kunststoff, die dem Transport von Licht oder Infrarotstrahlung dient.
Lichtwellenleiter (LWL) Glasfaserkabel werden auch Lichtwellenleiter genannt, weil die aus Glas bestehenden dünnen Fasern optische Signale transportieren können.
Linsenkopplung  (lense connector) Eine Kopplung von zwei LWL mit Hilfe einer Linse, mit der das an dem sendenden LWL austretende Licht über Linsen auf die empfangende Stirnfläche des LWL gebündelt wird. Gegenüber der Stirnflächenkopplung sind im Steckbereich grössere Abstandstoleranzen mö
LWL Lichtwellenleiter. Aus Lichtleitern bestehende, mit Steckverbindungen versehene Leitungen zur Übertragung von Licht. Lichtleitkabel bilden mehr oder weniger stark biegsame Verbindungen zur Übertragung optischer Signale.
LWL-Schweissverbindung  (fused fiber splice) Ist eine Verbindung von zwei Lichtwellenleitern, die durch Verschmelzen der Enden entsteht.
M
MAN  (Metropolitan Area Network) Sammelbegriff für ein geländeübergreifendes öffentliches oder privates Datennetz, das auf ein Stadtgebiet begrenzt ist. Ein MAN ist ein breitbandiges, in Glasfasertechnologie realisiertes Telekommunikationsnetz, das überwiegend in ringförmiger Struktur aufgebaut ist und die wichtigsten Bürozentren einer Großstadt miteinander verbindet. Ein MAN kann eine Ausdehnung bis zu 100 km haben.
Mantel  (cladding) Das gesamte optisch transparente Material eines Lichtwellenleiters, ausser dem Kern.
Manteldurchmesser  (cladding diameter) Durchmesser des kleinsten Kreises, der die Fläche des Mantelquerschnitts umschliesst. Mantelradius ist der Radius dieses Kreises.
Mantelglas  (cladding glass) Material des Mantels aus Glas mit einer relativ zum Kernglas niedrigeren Brechzahl.
Materialdispersion  (material dispersion) Dispersionen, die durch die Wellenlängenabhängigkeit der Brechzahl des Kernglases entsteht.
Mbit/s 1.000.000 Bit werden innerhalb einer Sekunde übertragen
Mbit/s Megabit pro Sekunde. Größeneinheit für die Datenübertragungsraten in der Telekommunikation. Beschreibt die Datenmenge, die durch eine Leitung pro Sekunde übertragen werden kann. 1 Megabit entspricht 1.000.000 Bit.
Mehrfasermodell Erschliessung eines Objekts mit mehr als einer Glasfaser. Beim St.Galler Glasfasernetz wird jedes Objekt mit vier Fasern erschlossen, das entspricht dem Schweizer Standard.
Mikrokrümmungen  (microbending) Krümmungen des Lichtwellenleiters mit räumlichen Wellenlängen von einigen Millimetern und lokalen axialen Verschiebungen von wenigen Mikrometern.
Moden  (modes) Lösungen der Maxwellschen Gleichungen unter Berücksichtigung der Randbedingungen des Wellenleiters.
Modendispersion  (modal dispersion) Die durch Überlagerung von Moden mit verschiedener Laufzeit bei gleicher Wellenlänge hervorgerufene Dispersion in einem Lichtwellenleiter.
Monomode-LWL  (single-mode fiber) Lichtwellenleiter, bei dem bei der Betriebswellenlänge nur eine einzige Mode, die Grundmode, ausbreitungsfähig ist.
MTP MPO Multifiber Stecksystem EasyCONNECT Multifiber Stecker MTP (MPO multifiber push on) Rechteckige Ferrule 2.5x6.5mm Zentriert über 2 Guide-Pins (Female / Male) Faserzahlen: 4, 8, 12, 24 bis 72 Verriegelungsart Push-Pull Multimode PC 0° Singlemode APC 8° MTP ist ein Trademark von der Firma US conec Ltd. und wird in der Schweiz von der Fa. Connect Com AG als Gesamtlösung unter dem Trade name EasyCONNECT vertrieben.
Multimode-LWL  (multimode fiber) Lichtwellenleiter, dessen Kerndurchmesser im Vergleich zur Wellenlänge des Lichts gross ist. In ihm kann sich eine grosse Anzahl von Wellen ausbreiten.
Multiplexer / Demultiplexer Eine Komponente, welche zwei oder mehr gebündelte Signale in ihre einzelnen originalen Signale aufteilt; das Gegenteil eines Multiplexers.
N
Nachlauf-LWL  (tail fiber) Hinter den zu messenden Lichtwellenleiter nachgeschalteter Lichtwellenleiter.
Netzübergabepunkt Der Standort im Glasfasernetz, wo verschiedene Netze zusammengeschlossen werden.
Netzwerksicherheit Der Begriff Netzwerksicherheit (auch Netzsicherheit) umfasst alle Maßnahmen zur Planung, Ausführung und Überwachung der Sicherheit in Netzwerken.
Nummerische Apertur  (numerical aperture) Der Sinus des Akzeptanzwinkels eines Lichtwellenleiters. Die nummerische Apertur hängt von der Brechzahl des Kerns und des Mantels ab. Wichtiger Parameter zur Charakterisierung des Lichtwellenleiters.
Nutzungseinheit Als Nutzungseinheit gelten zum Beispiel eine Wohnung oder Geschäftsräume.
Nutzungsrechte (IRU) Die Kooperationspartner gewähren sich gegenseitig unentziehbare Nutzungsrechte (Indefeasible Right of Use/IRU) des Glasfasernetzes. Unabhängig davon, wer das Glasfasernetz in einem Gebiet gebaut hat, können es beide Kooperationspartner nutzen.
O
Objektkredit Ein Objektkredit wird für ein klar spezifiziertes Vorhaben gesprochen, in diesem Fall das flächendeckende Glasfasernetz. Er beträgt 400 Mio. Franken und umfasst alle Eigenleistungen und Fremdleistungen für den Infrastrukturbau, jedoch keine Betriebskosten. Die jährlichen Ausgaben werden im Rahmen der ordentlichen Budgetierung abgewickelt.
Offenes Netz Netz, das jedem Dienstanbieter diskriminierungsfrei zur Verfügung steht. Auch Access-Modell genannt.
Open Access Im Zusammenhang mit dem Glasfasernetz in Zürich bedeutet Open Access, dass alle Service Provider das Netz diskriminierungsfrei nutzen können. Ziel ist, dass Wettbewerb auch auf der Ebene der Dienste entsteht.
Optical Telecommunications Outlet (OTO ready), Glasfasersteckdose in der Wohnung Der Anschluss mit Steckdose in der Wohnung ist installiert (homes connected).
Optische Rückflussdämpfung  (optical return loss) Summe aller Leistungsrückflüsse (Reflexionen und Rückstreuung), die durch eine bestimmte Länge eines LWL-Abschnittes hervorgerufen wird.
Outdoor-DSLAM Im Freien stehender DSLAM
P
PAN Die Abkürzung PAN steht für Personal Area Network und bezeichnet ein Netz welches Kleingeräte wie PDAs oder Mobiltelefone ad-hoc auf- und abbauen können. PANs können daher mittels verschiedener drahtgebundener Übertragungstechniken wie USB oder FireWire oder auch mittels drahtloser Techniken, wie IrDA oder Bluetooth aufgebaut werden (WPAN).
Patchkabel Ein Patchkabel (engl. to patch – zusammenschalten), auch Rangierkabel oder Twisted-Pair-Kabel genannt, ist ein vorkonfektionierter Kabeltyp der Netzwerktechnik und der Telekommunikation. Der Begriff bezeichnet jedoch keine bestimmte Kabelnormung, variable, nicht fest verlegte Kabelverbindungen. Die Adern im Kabel bestehen aus einer biegsamen Kupferlitze nicht wie fest verlegte Kabel, die aus Drähten bestehen. Bei Bedarf können Patchkabel ohne grossen Aufwand umgesteckt werden. Die Kabellänge ist üblicherweise etwa 0,3 bis 25 m. Für längere Strecken werden meist fest installierte Verbindungen genutzt.
Patchpanel Als Patchpanel, auch Rangierfeld oder Patchfeld, bezeichnet man ein Verteilelement für Kabel, das für den Aufbau komplexer Kabelstrukturen in Gebäuden eingesetzt wird. Gängig sind Patchpanels zur Verteilung von Netzwerkkabeln, Telefonkabeln oder Glasfaserkabeln, insbesondere bei strukturierten Verkabelungen. Es zählt in der Regel zu den passiven Komponenten eines Netzwerkes. Aktive Komponenten sind zum Beispiel Switches oder Router.
PC, physikalischer Kontakt  (physical contact) Die Stirnfläche des Steckers ist rechtwinklig (90°) zur optischen Achse, konvex geschliffen. Im gesteckten Zustand liegen die Stirnflächen beider Stecker aufeinander.
PCM  (Pulse Code Modulation) Eine Modulation, bei der Nachrichtensignale in Form von Impulsen übertragen werden.
PDH-System  (PDH-System) Digitale Hierarchie auf der Basis von 2Mbit/s-Signalen, deren Datenrate sich von Hierarchiestufe zu Hierarchiestufe um den Faktor 4 erhöht. Die Grundstufe der Hierarchie ergibt sich aus dem PCM30-System.
Planar Lightwave Circuit (PLC) Ein Herstellungsverfahren für optische passive Netzwerkkomponenten. Der Prozess besteht aus einer Wellenleiter-Matrix, welche durch photolithographische Maskierung auf einen Silikat-Chip aufgetragen wird.
Polarisationsabhängige Dämpfung (PDL) Dämpfung, welche durch den Zustand der Polarisation (SOP - state of polarisation) einer Lichtwelle erzeugt wird. Dieser optische Effekt bewirkt eine Abweichung zwischen Maximum und Minimum der Dämpfung einer optischen Komponente.
Polarisationsmodendispersion  (polarization mode dispersion) Dispersion infolge von Laufzeitunterschieden der beiden orthogonal zueinander schwingenden Moden im Monomode-LWL. Die Polarisationsmodendispersion tritt generell nur im Monomode-LWL auf und wird erst störend, wenn die chromatische Dispersion, beispielswei
Projektgeschäft ewz erbringt im Zusammenhang mit dem Glasfasernetz Leistungen für Unternehmen und andere Stadtwerke oder EVUs. Diese werden als Projektgeschäft bezeichnet und umfassen beispielsweise den Betrieb von anderen Glasfasernetzen, Supportleistungen oder Bauarbeiten.
Punkt-zu-Punkt-Verbindungen Eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung in der Telekommunikation ist eine direkte, unmittelbare Verbindung zwischen zwei Punkten, in der Regel zwischen zwei Unternehmens-standorten oder zu einem Rechenzentrum. Solche bietet ewz mit seinem Glasfasernetz an.
Q
Quarzglas  (fused silica glass) Eine in amorpher Form glasig erstarrte Schmelze aus Siliziumdioxid (SiO2). Basismaterial für den Glas-LWL.
R
Rahmenkredit Ein Rahmenkredit bezieht sich auf ein Programm, das in klar abgrenzbare Einzelvorhaben unterteilbar ist. Beim Kredit von 2007 waren es die einzeln zu erschliessenden Zellen. Die Ausgaben für diese Vorhaben werden jeweils vom Stadtrat bewilligt.
Raman-Verstärker, -Verstärkung  (Raman amplifier, -amplification) Nutzt einen Verstärkungseffekt, der bei Einkopplung einer verhältnismässig hohen Pump-Lichtleistung (einige 100 mW) in einen langen Lichtwellenleiter entsteht. Im Gegensatz zu optischen Faserverstärkern und Halbleiterverstärkern ist die Raman-Verstärkung
Rate Adaptive Mode (RAM) Ein DSL-Anschluß im RAM-Modus schöpft die maximal mögliche Geschwindigkeit aus. Ohne RAM wird die Datenrate technisch limitiert.
Rayleighstreuung  (Rayleigh scattering) Streuungen, die durch Dichtefluktuationen (Inhomogenitäten) im Lichtwellenleiter verursacht werden, deren Abmessungen kleiner als die Wellenlänge des Lichts sind. Die Rayleighstreuung bewirkt den Hauptanteil der Dämpfung des Lichtwellenleiters.
Receptacle  (receptacle) Verbindungselement von aktivem optischen Bauelement und LWL-Steckverbinder. Die Zentrierung der Ferrule des Steckers wird durch eine Hülse erreicht, die auf die optisch aktive Fläche des Bauelements ausgerichtet wird. Das Gehäuse wird durch den Verschlus
Rechenzentrum Als Rechenzentrum bezeichnet sowohl das Gebäude bzw. die Räumlichkeiten in denen die zentrale IT-Infrastruktur einer oder mehrerer Firmen bzw. Organisationen untergebracht ist, als auch die Organisation selbst die die Infrastruktur betreuen. Als gängige Abkürzung wird RZ verwendet. Organisationsabhängig kann mit ZER (zentrale Einrichtung Rechenanlagen) ebenfalls ein Rechenzentrum gemeint sein.
Rechnernetz Ein Rechnernetz ist ein Zusammenschluss von verschiedenen technischen, primär selbstständigen elektronischen Systemen (insbesondere Computern, aber auch Sensoren, Aktoren, funktechnologischen Komponenten usw.), der die Kommunikation der einzelnen Systeme untereinander ermöglicht.
Reflexion  (reflection) Zurückwerfen von Strahlen (Wellen) an der Grenzfläche zwischen zwei Medien mit unterschiedlichen Brechzahlen, wobei der Einfallswinkel gleich dem Reflexionswinkel ist.
Richtfunk Technik zur Fernübertragung von Daten mit Funkwellen zwischen zwei festen Punkten. Richtfunk kann in entlegene Orte Breitband-Internet bringen, das lokal wieder kabelgebunden verteilt wird.
Rollout Rollout (engl. für herausrollen oder ausrollen) bedeutet im Zusammenhang mit dem Glasfasernetz die konkrete Netzplanung und den Netzbau.
Rückflussdämpfung (RL) Der Anteil an optischer Leistung, welche aus dem Kopplungsbereich der Komponente, einem Verbinder oder einem Faserende auf dem Übertragungsweg zurück reflektiert wird. Wird normalerweise in Dezibel (dB) angegeben.
S
SAN Als Storage-Area-Network (SAN, dt. Speichernetzwerk) bezeichnet man im Bereich der Datenverarbeitung ein Netzwerk zur Anbindung von Festplattensubsystemen und Tape-Libraries an Server-Systeme.
Satelliten-Breitband Drahtlose Internetnutzung per Satellit: Der Upstream muss entweder per Telefonleitung erfolgen oder bei bidirektionalen Verbindungen über den Satelliten.
SDH-System  (SDH-System) Digitale Hierarchie auf der Basis von 155,52 Mbit/s-Signalen, deren Datenrate sich von Hierarchiestufe zu Hierarchiestufe um den Faktor 4 erhöht. Die Grundstufe der Hierarchie ergibt sich aus dem OC-3-System.
SDSL Synchrones DSL: Die Datenübertragung ist in beide Richtungen (Up-/Download) gleich schnell.
Service Provider Anbieter von Telekommunikations-, Multimedia- und Internetdienstleistungen. Diese werden einzeln oder gebündelt angeboten – meist in Form eines Abonnements.
Single Window Passive optische Komponenten, welche speziell auf eine Mittenwellenlänge optimiert sind. Zum Beispiel 1310 nm oder 1550 nm.
Smart Grids (intelligente Stromnetze) Das intelligente Stromnetz bietet zukunftsorientierte Lösungen, um den Strom ohne Komforteinschränkung dann zu verbrauchen wenn er produziert wird und die Stromtransporte in den Verteilnetzen zu optimieren.
Smart Metering «Smart Meters» sind Stromzähler mit erweitertem Anwendungsgebiet. Sie sollen unter anderem Verbrauchsprofile (Lastgangmessung) erstellen und die elektronische Fernauslesung (anstelle der Ablesung durch Personal) ermöglichen. Sie werden in Europa zunehmend für die Stromanschlüsse von Haushalten eingesetzt. Die Verbraucherinnen und Verbraucher sollen dadurch unmittelbar in die Lage versetzt werden, den aktuellen Stromverbrauch wie auch die eigenen Verbrauchsgewohnheiten zu kontrollieren und somit zu einem sparsameren Verhalten finden. Das Glasfasernetz ermöglicht das automatische Ablesen solcher Zählerstände.
SOHO (Small Office and Home Office, übersetzt Kleinbüro, Heimbüro) ist eine Kundengruppenbezeichnung im IT-Bereich für professionelle netzwerkfähige Produkte, die für einen oder wenige Benutzer ausgelegt sind. Sie sind beispielsweise in Kleinbetrieben (Small Office) oder in Heimarbeit (Home Office) anzutreffen. Gegenüber „Enterprise“-Lösungen zeichnen sich SOHO-Produkte durch geringere Investionskosten und durch eine einfachere Konfiguration und Betrieb aus – sie sind also für diese Zielgruppe, die andere Anforderungen als „Enterprise“-Kunden stellt, wirtschaftlicher.
SONET Das Synchronous Optical Network (SONET) ist eine von ANSI standardisierte Multiplextechnik für synchrone Datenströme und wurde für Übertragungsraten von 51,84 Mbit/s bis zu 2,5 Gbit/s konzipiert. Er wurde von den US-amerikanischen Bell Labs (Bellcore) entwickelt.
Spleiss  (splice) Stoffschlüssige Verbindung von Lichtwellenleitern.
Spleissverbindung  (splicing) Verkleben oder Verspleissen zweier LWL-Enden.
Splitter Eine bidirektionale Komponente mit drei oder mehr Anschlüssen, wobei ein Eingang auf zwei oder mehr Ausgänge aufgeteilt werden. Wird auch als Koppler bezeichnet.
Standleitung Permanente und feste Internet-Verbindung
Steckverbindung  (connection) Leicht lösbare Verbindung zweier LWL mit Steckern. In der Regel ist die Einfügungsdämpfung einer Steckverbindung höher als die einer Spleissverbindung.
Sternkoppler  (star coupler) Optisches Bauelement, das für eine modenunabhängige gleichmässige Lichtleistungsaufteilung von einem auf sehr viele LWL sorgt. Es gibt sowohl passive als auch aktive Sternkoppler.
Stirnflächenkopplung  (butt joint) Kopplung von zwei LWL oder Dioden, deren Lichtaustritts- und Empfangsfläche in geringem Abstand parallel zueinander stehen.
Streuung  (scattering) Hauptsächliche Ursache für die Dämpfung eines Lichtwellenleiters. Sie entsteht durch mikroskopische Dichtefluktuationen im Glas, die einen Teil des geführten Lichts in seiner Richtung so verändern, dass es nicht mehr im Akzeptanzbereich des Lichtwellenlei
Strukturierte Verkabelung Die Strukturierte Verkabelung, auch als Universelle Gebäudeverkabelung (UGV) bezeichnet, stellt einen einheitlichen Aufbauplan für Verkabelungen für unterschiedliche Dienste (Sprache oder Daten) dar. Eine Strukturierte Verkabelung ist Teil der technischen Infrastruktur einer Liegenschaft und wird in Primär-, Sekundär- und Tertiärbereich eingeteilt.
Stufenprofil  (step index profile) Brechzahlprofil eines Lichtwellenleiters, das durch eine konstante Brechzahl innerhalb des Kerns und durch einen stufenförmigen Abfall an der Kern-Mantel-Grenze gekennzeichnet ist.
Surround-Sound Mehrkanaliger Raumklang im Gegensatz zu Stereo mit nur zwei Kanälen. Der Ton wird über mehrere Kanäle übertragen und mittels eines geeigneten Verstärkers sowie durch mehrere Lautsprecher wiedergegeben.
Switch Als Switch (engl. Schalter; auch Weiche) bezeichnet man eine Netzwerk-Komponente zur Verbindung mehrerer Computer bzw. Netz-Segmente in einem lokalen Netz (LAN). Da Switches den Netzwerkverkehr analysieren und logische Entscheidungen treffen, werden sie auch als intelligente Hubs bezeichnet. Die Funktionsweise eines Switches ist der einer Bridge sehr ähnlich, daher wurde anfangs auch der Begriff Multi-Port-Bridge benutzt.
Symmetrische Bandbreiten Auch SDSL genannt. Gleiche Datenübertragungs-Geschwindigkeit bei Downloads und Uploads – im Gegensatz zu ADSL.
Systembandbreite  (system bandwidth) Bandbreite eines LWL-Streckenabschnittes, gemessen vom Sender bis zum Empfänger.
Systemreserve  (safety margin) Dämpfung oder Dämpfungskoeffizient, der bei der Planung von LWL-Systemen berücksichtigt werden muss. Die Systemreserve ist wegen einer möglichen Erhöhung der Dämpfung der Übertragungsstrecke während des Betriebes durch Alterung der Bauelemente oder durch
T
Taper  (taper) Optisches Anpassglied, das von einem optischen Wellenleiter zu einem anderen einen allmählichen Übergang herstellt.
TCP Das Transmission Control Protocol (TCP) ist eine Vereinbarung (Protokoll) darüber, auf welche Art und Weise Daten zwischen Computern ausgetauscht werden sollen. Alle Betriebssysteme moderner Computer beherrschen TCP und nutzen es für den Datenaustausch mit anderen Rechnern.
TDM Beim Zeitmultiplexverfahren (Abk. TDM für Time Division Multiplex oder TDMA für Time Division Multiple Access) werden in bestimmten Zeitabschnitten (Zeitschlitzen) die Daten (Signale) verschiedener Sender auf einem Kanal übertragen. Das Zeitmultiplexverfahren unterscheidet zwischen dem synchronen und asynchronen Verfahren.
Token Ring  (Token Ring) Typ eines LAN. Alle angeschlossenen Geräte sind untereinander über einen physikalischen Ring verbunden.
Totalreflexion  (total internal reflection) Reflexion aller Lichtstrahlen ohne Brechung beim Übergang aus einem optisch dichteren Medium in ein optisch dünneres Medium, wobei der Einfallswinkel grösser als der Grenzwinkel der Totalreflexion sein muss.
Trafostation In einer Transformatorenstation oder kurz Trafostation wird die elektrische Energie aus dem Mittelspannungsnetz zur Versorgung der Niederspannungskunden umgewandelt. Beim Glasfasernetz werden hier die Glasfaserkabel aus den umgebenden Stadtgebieten zusammengefasst und gebündelt weitergeleitet.
Tripleplay Telefon, Internet und TV wird von einem Anbieter geliefert.
U
UL94 Die Vorschrift UL94 „Tests for Flammability of Plastic Materials for Parts in Devices and Applications“ (Tests zur Brennbarkeit von Kunststoffen für Teile in Geräten und Anwendungen) der Underwriters Laboratories (UL) beschreibt ein Verfahren zur Beurteilung und Klassifizierung der Brennbarkeit von Kunststoffen. Sie wurde inhaltsgleich in die Normen IEC/DIN EN 60695-11-10 und -20 und die kanadische CSA C 22.2 übernommen.
UMTS "Universal Mobile Telecommunications System": Mobilfunkstandard, mit dem Datenübertragungsraten von wenigen Mbit/s möglich sind.
UPC (Ultra-Pyhisical-Contact) Pollierte verbindung mit einer höheren Rückflußdämpfung als eine herkömmliche PC Verbindung.
Upload Der Datenfluss vom eigenen Rechner in ein Netzwerk.
Upstream Datenübertragung vom Endkunden ins Internet (z.B. Hochladen von Internetseiten)
V
Verseilelemente  (stranding elements) Dies sind im Wesentlichen Hohl-, Bündel-, Voll- und Kompaktadern sowie Blindelemente.
Verzweiger  (branching element, tapping element) Optisches Bauelement zum Aufteilen der Lichtleistung in einem ankommenden LWL auf zwei oder mehrere abgehende LWL (Koppler).
Video-on-Demand (VoD) Die Möglichkeit, digitales Videomaterial auf Anfrage von einem Internetdienst herunterzuladen oder über einen Video-Stream in Echtzeit direkt anzusehen. Für den Empfang in Echtzeit ist ein schneller Breitbandnetz-Zugang erforderlich.
Videostreaming Videostreaming ist die Datenübertragung von Videos oder Programmen per Internet auf Anforderung des Benutzers bzw. der Benutzerin auf dessen bzw. deren PC oder Smartphone. Die Daten werden nur zum Anschauen übertragen, jedoch nicht lokal abgespeichert.
Voice over IP (VoIP) Auch IP-Telefonie (für Internet-Protokoll-Telefonie) genannt. Das Telefonieren über Computernetzwerke, welche nach Internetstandards aufgebaut sind. Dabei werden für Telefonie typische Informationen, d.h. Sprache und Steuerinformationen, über ein auch für Daten nutzbares Netz übertragen. Bei den Gesprächsteilnehmern können Computer, auf IP-Telefonie spezialisierte Geräte und über spezielle Adapter angeschlossene klassische Telefone die Verbindung herstellen.
Vollader  (tight buffered fiber) Eine LWL-Ader, bei der unmittelbar über der Schutzbeschichtung (coating) eine feste Umhüllung aus Kunststoff aufgebracht wird.
Vorform  (preform) Glasstab, der aus Kern- und Mantelglas besteht und zu einem Lichtwellenleiter ausgezogen werden kann.
Vorlauf-LWL  (launching fiber) Vor den zu messenden Lichtwellenleiter vorgeschalteter Lichtwellenleiter.
VPN Die Abkürzung VPN steht Virtual Private Network (dt. virtuelles privates Netz; kurz VPN) und ist ein reines Softwareprodukt (daher „virtuell“). Es dient der Einbindung von entfernten Geräten eines benachbarten Netzes an das eigene (private) Netz, ohne dass die Netzwerke zueinander kompatibel sein müssen.
W
WAN  (Wide Area Network) Sammelbegriff für öffentliche und private Netze, die zum Teil weltumspannend organisiert sind.
Wavelength Division Multiplexing (WDM) Multiplexen von Signalen, indem verschiedene Wellenlängen über eine einzige Faser übermittelt werden.
WBAN WBAN steht für Wireless Body Area Network und bezeichnet ein Funknetz das mit Sensoren kommuniziert die sich irgendwo am Körper einer Person oder eines Objekts befinden.
Wellenlänge  (wavelength) Räumliche Periode einer ebenen Welle, das heisst die Länge einer vollen Schwingung. In der optischen Nachrichtentechnik werden Wellenlängen im Bereich 650 nm bis 1625 nm verwendet.
Wellenlängenmultiplex (WDM/DWDM) (Dense Wavelength Division Multiplexing) Übertragungsverfahren, bei dem mehrere Informationen mit verschiedenen Wellenlängen gleichzeitig über einen LWL übertragen und durch wellenlängenabhängige Filter wieder getrennt werden.
Wellenleiterdispersion  (waveguide dispersion) Sie tritt beim Monomode-LWL auf und wird durch die Wellenlängenabhängigkeit der Lichtverteilung der Grundmode auf das Kern- und Mantelglas verursacht.
Wholesale-Angebote Dabei handelt es sich um Angebote für die Service Provider zur Nutzung des Glasfasernetzes von ewz. Die Service Provider können so ihre Dienste über ewz.zürinet verbreiten. 
Wi-Fi Die Wi-Fi Alliance ist eine über 300 Unternehmen umfassende Organisation, die Produkte verschiedener Hersteller auf der Basis des IEEE-802.11-Standards zertifiziert und so den Betrieb von verschiedenen Geräten in einem drahtlosen Netzwerk garantiert.
WiMAX "Worldwide Interoperability for Microwave Access" ist eine Funktechnik für Breitband-Internet
Wireless LAN Auch W-LAN oder WLAN genannt. Wireless Local Area Network (Drahtloses lokales Netzwerk) bezeichnet ein lokales Funknetz zur Datenübertragung.
WPAN Das Wireless Personal Area Network (WPAN) ist ein Sonderfall des Personal Area Networks. Es bezeichnet Kurzstrecken-Funktechnik, die zum Ziel hat, kurze, typische fliegend verlegte Kabelverbindungen zu vermeiden. Im Gegensatz zu WLANs überbrücken WPANs kürzere Distanzen – typisch sind Entfernungen zwischen 0,2 bis 50 m. Damit wird nur das unmittelbare Umfeld des Senders erreicht, der ""persönliche Bereich"". Durch die Beschränkung auf einen kleineren Raum sind zum einen Störungen durch Sender Dritter unwahrscheinlicher, zum anderen folgt aus der geringeren Sendeleistung auch eine Energieersparnis und damit eine verlängerte Akku-Lebensdauer z.B. bei Notebooks.
Z
Zeitversetztes Fernsehen Auch Time-Shift oder Time-Slip genannt. Eine Funktion in digitalen Videorekordern, bei der eine Sendung gleichzeitig aufgenommen und wiedergegeben werden kann. Während des Ansehens einer Fernsehsendung kann eine Pausentaste gedrückt werden, wodurch der Film stoppt, jedoch im Hintergrund weiter aufgezeichnet wird.
  Die FTTN-Technik ist wie alle anderen FTTx-Techniken eine Glasfaseranschlusstechnik, bei der die Glasfaser im Anschlussbereich zwischen Ortsvermittlungsstelle und dem Schaltverteiler geführt wird. Dort erfolgt über die Optical Network Unit (ONU) eine Signalumsetzung und die weitere Übertragung zum Teilnehmeranschluss über Kupferkabel. Die überbrückbare Entfernung liegt bei ca. 2 000 m; die Übertragungsgeschwindigkeit liegt im Upstream zwischen 2 Mbps und 5 Mbps und im Downstream zwischen 5 Mbps und 20 Mbps.

Mit Wettbewerb für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz: In einer vernetzten Gesellschaft ist die ICT-Branche eine Schlüsselbranche für den Wirtschaftsstandort Schweiz. Wir müssen den Investitionen und Innovationen für diese Infrastruktur Sorge tragen.
Urs Schaeppi
CEO Swisscom

Glossar: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z