28.11.2014

Medienmitteilung: Fernmeldebericht bestätigt: Hohe Investitionsdynamik

Dritter Fernmeldebericht bestätigt: ungebrochene Investitionen in die Telekominfrastruktur dank marktgetriebener Entwicklung.

 

Bern / Brüssel, 28. November 2014 – Mit dem Fernmeldebericht 2014 gibt der Bundesrat den Startschuss zu einer etappenweisen Revision des Fernmeldegesetzes. Der Bundesrat begrüsst die hohe Investitionsdynamik im Glasfaserausbau. Um diese Dynamik zu erhalten, will der Bundesrat vorerst auf eine weitere Regulierung im Bereich Glasfaserinfrastruktur (Netzzugang) verzichten.

 

Die Schweiz belegt beim Breitbandausbau im europäischen Vergleich nach wie vor einen Spitzenplatz. Zu diesem Ergebnis kommt die vergleichende Studie «Broadband Coverage in Europe in 2013», die im Auftrag der EU-Kommission und Glasfasernetz Schweiz erstellt wurde (IHS Studie 2013, vgl. Fusszeile). Die Breitbandabdeckung ist in allen Kantonen sehr hoch und beschränkt sich damit nicht nur auf die städtischen Kantone, sondern ist flächendeckend gewährleistet. In ländlichen Gebieten ist die Abdeckung mit über 76% mehr als viermal so hoch wie in der EU, welche bei lediglich 18% liegt. In der Schweiz wurde bislang auf die Regulierung von Glasfasern – anders als beim Kupferkabel – verzichtet. Heute zeigt sich, dass der Entscheid richtig war. Deshalb will der Bundesrat bis auf weiteres auf eine technologieneutrale Regulierung verzichten, um den anhaltenden Investitionstrend nicht zu gefährden.

 

Dieser Entscheid bestätigt die Position von Glasfasernetz Schweiz, wonach Regulierungen selten marktfördernd sind. Ganz im Gegenteil, eine hochwertige Telekommunikationsinfrastruktur ist für die Schweiz zentral und braucht zusätzliche Investitionen und entsprechende Rahmenbedingen. Für ländliche Regionen ist eine gute Breitbandabdeckung heute ein nicht zu unterschätzender Standortvorteil. Es gilt daher, die nächsten Jahre intensiv zu nutzen, um die Infrastruktur weiter auszubauen. Denn gemäss Bericht soll ein Systemwechsel bei der Netzzugangsregulierung zu einem späteren Zeitpunkt – bei Marktversagen – dennoch ins Auge gefasst werden. Die Realität zeigt allerdings, dass der Markt unter Infrastrukturanbietern heute sehr gut spielt.

 

Im Bericht wird vorgeschlagen, ein breiter gefasstes Zugangsrecht zu passiver physikalischer Infrastruktur wie namentlich Kabelkanälen im Gesetz zu verankern. Dies hätte insbesondere für Elektrizitätsversorgungsunternehmen, die bereits in den Glasfaserausbau investiert haben, weitreichende Folgen. Glasfasernetz Schweiz erachtete bis anhin solche Regulierungen als wenig förderlich für den Wettbewerb und die Innovationsbereitschaft. Es gilt die Rechtssicherheit und Planbarkeit für die investierenden Unternehmen zu erhalten.

 

 

Kontakt / Rückfragen

Lorenz Jaggi Co-Geschäftsführer Glasfasernetz Schweiz

031 313 18 48  /  078 635 69 18  /  lorenz.jaggi@glasfasernetz-schweiz.ch

www.glasfasernetz-schweiz.ch

 

 

Die vergleichende Studie zur Breitbandabdeckung Broadband Coverage in Europe in 2013 (BCE 2013) wurde durch die Europäische Kommission in Auftrag gegeben (DG Connect). Das Breitband-Forschungsunternehmen IHS hat die Daten zusammengetragen und ausgewertet. Glasfasernetz Schweiz hat IHS beauftragt die entsprechenden Daten für die Schweiz zu ergänzen.

 

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Marcel Frei
CEO ewz

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